Bauchschmerzen: Was sind die Ursachen? (Oberhalb, unterhalb des Nabels, links, rechts, Krämpfe)

Bauchschmerzen: Was sind die Ursachen? (Oberhalb, unterhalb des Nabels, links, rechts, Krämpfe)
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Bauchschmerzen sind in der Regel dumpf, scharf und krampfartig. Sie begleiten verschiedene Baucherkrankungen und andere gesundheitliche Probleme. Was kann das bedeuten?

Bauchschmerzen sind ein Symptom von Erkrankungen der Bauchorgane (Organe des Verdauungssystems). Sie treten  auch bei anderen gesundheitlichen Beschwerden  auf.

Der Charakter des Schmerzes kann dumpf, scharf, stechend oder brennend sein. Sie können mit Krämpfen und Koliken auftreten

Sie befinden sich an einer bestimmten Stelle, könnnen nicht genau bestimmt werden oder strahlen bis in den Rücken, die Brust oder an andere Stellen aus.

Der Schmerz beginnt nach dem Essen, auf nüchternen Magen, nachts oder als morgendlicher Bauchschmerz.

Bei Bauchschmerzen sind verschiedene Fragen wichtig, etwa aus welchem ​​Quadranten sie stammen, was sie provoziert und ob sie wiederkehren, aber auch welche Beschwerden damit einhergehen.

Beispiele sind Appetitlosigkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall oder keine Darmwinden und´kein Stuhlgang.

Was kann hinter Bauchschmerzen stecken?
Und was hilft gegen Bauchschmerzen?
Was bedeutet es, wenn der Oberbauch oder unter Nabel und der Unterbauch schmerzt?
Oder, wenn der Schmerz auf der linken oder rechten Seite auftritt?
Und viele andere Informationen im Artikel zu diesem Symptom...

Unterteilung des Bauches in Quadranten

Der Bauch ist in mehrere Quadranten unterteilt. Dies ist bei der Suche nach einer möglichen Ursache hilfreich.

Wie ist der Bauch in Quadranten unterteilt?

Durch den Nabel verlaufen zwei imaginäre Verbindungslinien, eine horizontal (waagerecht) und die andere vertikal (senkrecht). Diese unterteilen den Bauch in mehrere Bereiche:

  1. Oberbauch - Epigastrium, ist der Bereich oberhalb des Nabels und unterhalb des Brustbeins
    • rechtes Hypochondrium - unter dem rechten Rippenbogen
    • linkes Hypochondrium - unter dem linken Rippenbogen
  2. Mittelbauch - Mesogastrium, alebo tiež periumbilikale Region
    • rechtes Mesogastrium
    • linkes Mesogastrium
  3. Unterbauch - Hypogastrium
    • vom rechten Hypogastrium bis zur rechten Leistengegend
    • vom linken Hypogastrium bis zur linken Leistengegend
    • das Hypogastrium über der Symphyse

Wichtige Details zu Bauchschmerzen

Neben der Stelle des Schmerzes sind bei Bauch schmerzen noch weitere Informationen wichtig.

1.

Wann begannen die Schmerzen und wie lange dauern sie? Sind sie akut, also dauern sie Minuten, Stunden? Oder sind sie chronisch, also bestehen sie seit mehr als 3 Monaten?

Die Schmerzen können sich wiederholen, wenn sie in mehreren aufeinander folgenden Perioden mit einer Pause zwischen den Wiederholungen zurückkehren.

  1. Akute Bauchschmerzen - plötzlich einsetzend und intensiv, können einen heftigen Verlauf haben
  2. chronische Bauchschmerzen - dumpfe, milde Intensität, dauern länger als 3 Monate
  3. rekurrente/ rezidivierende, sich wiederholende - drei Schmerzepisoden über einen Zeitraum von drei Monaten

2.

Wichtig ist auch die Intensität des Schmerzes. Es gibt milde Schmerzen, die man aushalten kann. Sie können aber auch sehr stark und unaushaltbar sein, die nicht einmal durch Schmerzmittel gelindert werden können.

3.

Nun zum Charakter des Schmerzes

Ist er dumpf? 
Scharf - stechend? 
Kolikartig? Also krampfartig und wellenförmig (wehenartig) ? 
Wiederholt er sich? 

4. 

Wo ist der Schmerz lokalisiert? In welchem Quadrant? 

  1. Epigastrium - Oberbauch
  2. Mesogastrium - Mittelbauch un um den Bauchnabel herum
  3. Hypogastrium - Unterbauch

5.

Befindet sich der Schmerz an einer Stelle / strahlen sie von einer Stelle zur anderen aus, zum Beispiel:

• Gallenkolik kommt aus dem Oberbauch,
bewegt sich unter den rechten Rippenbogen,
manchmal unter das rechte Schulterblatt

• Entzündung der Bauchspeicheldrüse vom Epigastrium erstreckt sich in einem Streifen unter den linken Rippenbogen bis zum linken Schulterblatt.

• Nierenkolik vom Lendenbereich bei Männern zu den Hoden (Testes) oder bei Frauen zu den Schamlippen (Labia).

• Wurmfortsatzentzündung, volkstümlich "Blinddarmentzündung", beginnt im Bereich des Oberbauches, zieht sich durch den Bereich um den Nabel herum, bis die Schmerzen im rechten Unterbauch enden.

• Dickdarmdivertikulitis im Sigmoidbereich ist ähnlich wie bei einer Appendizitis genau lokalisiert, jedoch auf der linken Seite des Hypogastriums.

6.

Was verursachte die Schmerzen und was ging ihnen voraus?

Treten die Schmerzen wiederholt nach dem Essen oder auf nüchternen Magen, nachts oder morgens auf? Verursachen sie Stuhlgang oder Wasserlassen? Werden sie durch Bewegung schlimmer oder sind sie nach einer Verletzung entstanden?

7.

Werden die Schmerzen von anderen Symptomen begleitet?

Beispiele für häufige begleitende Symptome bei Bauchschmerzen sind:

  • Appetitlosigkeit
  • Brechreiz bis Erbrechen
  • Anstieg der Körpertemperatur bis Fieber
  • kein Darmwind
  • kein Stuhlgang
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Überlaufen des Darminhalts und auffallend intensive Peristaltik, d.h. Stuhlgang
  • Blähungen, vermehrte Gasansammlung, Aufblasen
  • Schwitzen bis kalter Schweiß
  • blasse Haut
  • Magen-Darm-Blutungen im Stuhl oder Erbrechen
  • Schmerzen außerhalb des Bauches, z.B. Kopf- oder Brustschmerzen
  • Verfärbung des Stuhls
  • häufiges Wasserlassen und Verfärbung des Urins
  • Ermüdung, Erschöpfung
  • Ohnmachtsanfälle
Bauchschmerzen und Übelkeit, Bergbau, ein Mann fasst sich den Bauch an
Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen. Foto: Getty Images

Tabelle: Verteilung von Bauchschmerzen nach Art und Ursache

Schmerzcharakter Beschreibung
Schmerzcharakter
Viszerale Bauchschmerzen - ihre Grundlage ist die Stimulation von Rezeptoren in der glatten Muskulatur
  • viszeral - die Eingeweide betreffend, Eingeweideschmerzen, vegetative Schmerzen
  • Anspannen, Kontraktion und Krämpfe der Muskeln der Organe, des Darms, der Gallenwege und der Harnleiter
  • wenn die Leber oder Milz vorgewölbt ist
  • bei Ischämie, d.h. Minderdurchblutung eine Organs
  • bei Kontraktion, d.h. das Anspannen bzw. Zusammenziehen eines Organs
  • bei Dehnung und Erweiterung eines Hohlorgans
  • keine genaue Lokalisation, der Schmerz breitet sich über vegetative Bahnen aus
  • mit Ausstrahlung in andere Teile 
  • undeutlich, dumpf, brennend, kolikartig im größten Teil des Körpers
  • der Betroffene zeigt die Schmerzstelle mit der ganzen Hand (nicht nur mit dem Finger)
  • der Charakter der Beschwerden kann sich im Laufe der Zeit ändern
  • entspannte Haltung, Gehen und Spaziergang, Herumrollen sind lindernd
  • die gegebene Lokalisation muss nicht den genauen Ort des Problems bedeuten.
    • Oberbauch - Magen, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse
    • Mittelbauch - Dünndarm, Dickdarm aus dem Blinddarmbereich + aufsteigender und querer Teil
    • Unterbauch - der Rest des Dickdarms
Somatische Bauchschmerzen - sie treten auf, wenn das Peritoneum, also das Bauchfell, sowie wenn die Haut und das Unterhautgewebe gereizt sind
  • somatisch - parietal
  • wird durch Reizung mit fortgeschrittener Entzündung und anschließendem Ausguss des Inhalts in den Bauch verursacht, was eine Reizung des Peritoneums durch Magen- oder Darminhalt, Galle, Urin, entzündlichen Erguss verursacht
  • ein gutes Beispiel ist eine Wurmfortsatzentzündung:
    • die Schmerzen beginnen im Oberbauch und um den Bauchnabel herum
    • Fortschreiten der Erkrankung und der Entzündung weisen auf eine Reizung des Peritoneums hin
    • der Schmerz verschiebt sich und lokalisiert sich genau auf den rechten Unterbauch
    • typischer Verlauf einer Appendizitis, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen
  • der Schmerz ist immer noch scharf und stechend
  • genau lokalisiert - entspricht dem geschädigten Organ, Darm
  • der Patient zeigt die genaue Stelle mit dem Finger
  • der Schmerz hält an und wird durch jede Bewegung noch verstärkt
  • der Betroffene ändert seine Position nicht, atmet flach und spricht nicht, versucht nicht zu husten
Auslösende Ursache
Organschmerzen
  • verursacht durch Krankheiten und Schädigung eines bestimmten Organs, eines Teils des Verdauungstrakts
Funktionelle Schmerzen
  • hat keine organische Ursache und somit keine strukturellen Schädigungen am Organ oder Gewebe
  • anorganische und psychogene Ursachen
  • funktionelle Bauchschmerzen = funktionelle gastrointestinale Störungen (FGIS)
  • auch FGID - functional gastrointestinal disorder
  • Beispiele:
    • Reizdarmsyndrom
    • funktioneller Durchfall oder Verstopfung
    • funktionaler Meteorismus
  • ihre Grundlage ist eine Störung der Interaktion zwischen dem Verdauungssystem und dem ZNS (zentrales Nervensystem - Gehirn)
  • die zu Motilitätsstörungen (Stuhlgang), Hypersensitivität (Überempfindlichkeit), Veränderungen der Schleimhaut- und Immunfunktionen und Störungen der Mikroflora gegen die Immunität führen
  • sie sind mit anhaltendem oder übermäßigem Stress und anderen psychologischen Faktoren verbunden

Was ist ein akutes Abdomen?

Akutes Abdomen erfasst akute Erkrankungen des Abdomens und der Bauchorgane, die durch einen plötzlichen Beginn gekennzeichnet sind, einen schnellen Verlauf haben und eine dringende Operation erfordern.

Beim akuten Abdomen sind eine frühzeitige Diagnose und eine frühzeitige Behandlung wichtig.

Neben akuten und intensiven Bauchschmerzen hat der Zustand weitere begleitende Erscheinungen, z.B.:

  • Brechreiz - Nausea
  • Erbrechen
  • kein Stuhlgang, kein Darmwind

Aus Sicht der Ursache werden sie in entzündliche, ileale und traumatische unterteilt.

  1. entzündlich, akut:
    • Appendizitis
    • Pankreatitis
    • Cholezystitis
    • Divertikulitis
  2. ileale - Ileus = Darmverschluss
    • mechanisch - obstruktiv wenn der Darm durch einen Fremdkörper (Gallenstein), Wachstum, Tumor verstopft wird, auch als Einklemmung des Darms von außen
    • vaskulär / ischömisch - bei Blutkrankheiten, Embolie, Thrombose, Aneurysma
    • neurogen - spastisch und paralytisch, bei Darminnervationsstörung
    • Blutung ins Magen-Darmtrakt, bei Dissektion und Ruptur von Aortenaneurysmen
  3. traumatisch - entstehen durch einen stumpfen oder durchstoßenden Unfall
Verdauungsprobleme und anatomische Ansicht des Verdauungssystems
Bauchschmerzen sind oft auf Verdauungsstörungen zurückzuführen. Foto: Getty Images

1. Bauchschmerzen in der Mitte, über und um den Bauchnabel herum?

Wahrscheinlich hat schon jeder Bauchbeschwerden nachdem Essen gehabt: zu viel auf dem Teller oder unangemessenes und schweres Essen. Es belastet das Verdauungssystem und den gesamten menschlichen Körper.

Das ist ein Beispiel einer unschuldigen Sünde, für die wir selbst die Schuld tragen.

Hinter den Beschwerden kann aber auch eine Krankheit stecken.

Beispiele sind Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens und des Dünndarms. Die Schmerzen können jedoch von einem anderen Teil auf die Stelle ausstrahlen.

Neben Erkrankungen, die den Verdauungstrakt betreffen, kann das Problem auch in einem anderen Organsystem seine Grundlage haben

Schmerz im Epigastrium

  • Speiseröhrenentzündung
  • Magenschleimhautentzündung
  • Helicobacter pylori
  • oberes dyspeptisches Syndrom
  • gastroösophageale Refluxkrankheit
  • Gallenblasenentzündung
  • Gallenstein
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre - geplatztes Geschwür
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Darmverschluss - Ileus
  • Milzinfarkt
  • Wurmfortsatzentzündung - bewegt sich dann durch den Bereich um den Nabel zum rechten Unterbauch
  • andere Erkrankungen der Brusthöhle
    • Herzmuskelinfarkt
    • endokarditída - Herzinnenhautentzündung
    • Rippenfellentzündung
    • Lungenentzündung - Pneumonie

Wissenswertes zu Geschwüren: 
Bauchschmerzen nach einer Mahlzeit treten bei einem Magengeschwür auf - normalerweise innerhalb von 1 Stunde.

Schmerzen mehr als 2 Stunden nach dem Essen, oft nachts, sind typisch für ein Zwölffingerdarmgeschwür.Der Schmerz wird durch weitere Nahrungsaufnahme gelindert.

Schmerz im Mesogastrium kann bedeuten:

  • Gastritis - Magenschleimhautentzündung
  • Magengeschwür
  • chronische Pankreatitis
  • Morbus Crohn
  • Enteritis - Darmentzündung
  • chronische Blinddarmentzündung
  • Hernie - Weichteilbruch
  • Reizdarmsyndrom
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • andere Erkrankungen mit Durchblutungsstörungen
    • Hypertonie
    • Diabetes
    • Störung des Fettstoffwechsels
    • Rauchen
    • Porphyrie
    • Eisenspeicherkrankheit
    • Tuberkulose
    • Geschwür
    • Blutgefäßentzündung
    • Verletzung oder Unfall

2. Bauchschmerzen links?

Haben Sie Schmerzen im oberen Bereich? Es geht um eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung. Am bekanntesten sind akute und chronische Entzündungen. Der Schmerz strahlt typischerweise vom Bereich oberhalb des Nabels, unter dem linken Rippenbogen, bis unter das linke Schulterblatt aus.

Pankreas - Bauchspeicheldrüse. 
Pankreatitis = Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Die schwerste Erkrankung ist Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Weitere Informationen finden Sie in folgenden Artikeln:

Alternativ kann es sich um eine unspezifische Darmentzündung - IBD (Inflammatory Bowel Disease) - handeln. Dieser Begriff kombiniert Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.

Oder umgekehrt?

Tit es unten links weh? Möglich ist, dass es eine Divertikulose und Divertikulitis (Entzündung) ist.

Außerdem treten Schmerzen bei normalen Blähungen und Gasansammlung auf.

Außerhalb des Verdauungssystems treten Schmerzen bei Nierenkolik auf. Diese häufige Ursache wird durch Harn- und Nierensteine ​​verursacht, die die Nieren oder die Harnwege reizen.

Bei Frauen sind Harnwegsinfektionen häufig.
Aber auch Eierstockentzündungen und Eierstockzysten.
Auch eine Eileiterschwangerschaft ist gefährlich.

Zu den weniger bekannten Krankheiten gehört die Ovarialtorsion. In diesem Fall kommt es zu einer Durchblutungsstörung und akuten Schmerzen, die in den Rücken ausstrahlen können.

3. Rechts?

Oben und rechts mit Ausstrahlung unter den rechten Rippenbogen?

In diesem Abschnitt befinden sich Leber und Gallenblase.

Das Lebergewebe als solches ist nicht schmerzhaft, aber den Schmerz kann man schon verspüren, wenn sich die Hülle anspannt. Erinnern Sie sich an Sportunterricht in der Schule, als wir beim Laufen rechts unter den Rippen einen stechenden Schmerz hatten? Die Ursache dafür ist eine erhöhte Blutversorgung des Organs und die Spannung seiner Hülle.

Die Gallenblase und die Gallengänge können sich entzünden. Gallensteine findet man auch häufig.

Alternativ tritt sie auch bei einer Perforation des Magen-Zwölffingerdarmgeschwürs, d.h.beim Riss des Magens oder Zwölffingerdarmgeschwürs.

Unten rechts?

Sie oder Ihr Kind haben Unterbauchschmerzen. Normalerweise denken wir sofort an eine Blinddarmentzündung, fachlich eine Appendizitis. Und das wäre genau richtig - sie sind ein typisches Symptom.

Erfahren Sie mehr: 

Wie bei Beschwerden auf der linken Seite kann es sich um eine rechtsseitige Nierenkolik, eine Darmentzündung, eine Eierstock- oder Eileiterschwangerschaft und andere handeln.

Die schwerste Krankheit ist Krebs, z.B. Darmkrebs und andere Formen.

4. Krämpfe, Durchfall oder Verstopfung und Blähungen?

In diesem Fall kann es zu funktionellen Problemen wie einem Reizdarmsyndrom kommen.

Insbesondere bei älteren Menschen sind die allgemeine Einschränkung der Mobilität (bis hin zur Immobilität), unzureichendes Trinkregime, unangemessene Ernährung, Assoziation anderer Krankheiten und deren Behandlung ein Hinweis auf Verstopfung.

Im Rahmen der infektiösen Darmerkrankungen sind dies insbesondere:

  • Salmonellose
  • Shigellose
  • Campylobacter-Infektionen
  • Virushepatitis, insbesondere Typ A

5. Können Bauchprobleme auch "unauffallend" weh tun?

Wie bereits erwähnt, strahlt der Schmerz innerhalb der Nervenbahnen in andere Körperteile aus. Dies ist auf globaler Ebene innerhalb des menschlichen Körpers und damit des Abdomens der Fall.

Ein indirektes Merkmal ist auch der Schmerz:

  • unter dem Schulterblatt
  • zwischen den Schulterblättern
  • unter den Rippen
  • im Lendenbereich
  • im Kreuzbereich
  • im Leistenbereich
  • bei Männern die Hoden und bei Frauen die Schamlippen

6. Bei Bauchschmerzen während der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht geboten!

Wir nehmen die Schwangerschaft als eine Zeit großer Veränderungen wahr. Am Auftreten von Bauchschmerzen sind jedoch nicht nur hormonelle Veränderungen, sondern auch körperliche Veränderungen beteiligt.

Sie treten am Anfang während und in der letzten Phase auf. Zunächst als erstes Anzeichen von Befruchtung und Schwangerschaft, später Folge von fetalem Wachstum und Erweiterung der Gebärmutter mit Druck auf die umliegenden Organe und Strukturen. Natürlich auch bei der Geburt.

Schmerzen im Unterbauch, ein Absinken des Bauches und dessen Verhärtung, Druck auf die Gebärmutter bis zur Wirbelsäule und auf den Mastdarm wie im Stuhl können den Beginn der Geburt kennzeichnen. Natürlich ist es auch das Lösen des Schleimpfropfens, das Abfließen von Fruchtwasser und das Vorhandensein von Blutungen.

Darüber hinaus gibt es während des gesamten Zeitraums andere benannte Gesundheitsprobleme, von Verdauungsstörungen, Sodbrennen und mehr.

Ernsthafte Komplikationen sind auf Folgendes zurückzuführen:

Darüber hinaus treten Bauchschmerzen bei Frauen während des Ovulations- und Menstruationszyklus häufig auf, und eine schmerzhafte Menstruation stört viele Frauen. Anschließend kann es während der Wechseljahre auftreten.

7. Bei Kindern sind Bauchschmerzen hauptsächlich bei... ???

Bis zu 90-95% der Fälle von Bauchschmerzen bei Kindern haben keine organische Ursache. Dies sind meist psychogene Schwierigkeiten und funktionelle Ursachen von Bauchschmerzen.

Ein Beispiel sind auch Schmerzen, die bei unseren Kindern (noch größeren) montags oder als frühe Bauchschmerzen auftreten. Denken Sie daran, dass es ratsam ist, nach psychogenen Faktoren sowie psychischer Belastung und Stress zu suchen.

Ebenso sind Wochentage und insbesondere Montags- und Morgenstunden ein Risikofaktor für mehrere Erkrankungen, nicht nur für das Verdauungssystem.

Es müssen jedoch schwerwiegendere Gründe in Betracht gezogen werden. Vor allem, wenn Warnzeichen auftreten:

  1. Schmerzen bei einem Kind unter 4 Jahren
  2. Schmerzen, die das Kind anderswo als um den Nabel herum lokalisiert
  3. Schmerzausstrahlung
  4. Schmerzen, die das Kind aus dem Schlaf wecken
  5. Unterentwicklung und Gewichtsverlust beim Kind
  6. verlangsamtes oder kein Wachstum
  7. Erbrechen
  8. Fieber
  9. Auftritt von Beschwerden nach einem Unfall oder Verletzung

Erfahren Sie mehr im Artikel:
Ein Kind ist kein Miniaturerwachsener! Was sind die Unterschiede?
und... 

Wie bei Kindern können einige Krankheiten anders auftreten als bei Erwachsenen bzw. älteren Menschen. Warum ist das so? Es ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Langzeiterkrankungen, deren Behandlung und Abschwächung von Hirnfunktionen und insgesamt geringeres Schmerzansprechen (auch neben medikamentöser Therapie).

8. Zusammenfassung

Typisch und atypisch, früh und spät, plötzlich und langfristig, scharf, dumpf und Krämpfe, vor oder nach dem Essen, sowie morgendliche Schmerzen, über dem Nabel, unter und um den Nabel, links und rechts oder in der Mitte und unter den Rippen. All dies und noch viel mehr, wie Sie gerade gelesen haben.

Tabelle: Zusammenfassung wichtiger Informationen

Einige Warnzeichen
  • plötzlicher, stechender Schmerz
  • brennender, dumpfer oder kolikartiger Schmerz
  • schockierende bis unerträgliche Schmerzen
  • Nausea (Brechreiz) und Erbrechen (insbesondere bei Kindern)
  • Appetitlosigkeit
  • kein Darmwind und kein Stuhlgang
  • aufgeblasener vergrößerter Bauch
  • Durchfall
  • Tenesmen, schmerzhafter Druck auf das Rektum
  • Schwäche, Unwohlsein bis Ohnmacht, Kollaps
  • rektalee und genitalee Ausfluss bei Frauen
  • Blut im Urin und Störungen beim Wasserlassen
Mögliche Ursachen
  • Verdauungstrakt
    • Entzündungen - Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
    • Ileus - Darmverschluss
    • Geschwür
    • Laktoseintoleranz, Zöliakie, Histamin und andere Unverträglichkeiten
    • Gallenblase, Leber, Bauchspeicheldrüse
    • Verstopfung
  • Harnwege und Nieren - Entzündungen, Steine
  • gynäkologische - Entzündungen, Menstruation, Schwangerschaft, Tumore
  • Bauchdecke - Muskeln (Dehnung und Verletzung), Gürtelrose, Verletzung
  • Brustschmerzen, bei Herz- und Atembeschwerden
  • vaskulär - Aortendissektion, Thrombose und Embolie
  • von der Wirbelsäule als Radikulopathie bei Thrombozytenerkrankungen und Rückenschmerzen bis in den Bauch
  • Stoffwechselerkrankungen, Diabetes, Porphyrie, Urämie bzw. Harnvergiftung
  • Funktionsstörungen, Dyspepsie bzw. Oberbauchbeschwerden und dergleichen
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • bei Migräne
  • systemischer Lupus erythematodes
Untersuchung
  • Anamnese
  • Ultraschall
  • RTG
  • CT und MRT
  • Untersuchung von Blut, Urin, Stuhl
  • Körpertemperatur, Blutdruck, Puls, Glykämie, CRP-Werte
  • körperliche Untersuchung - durch Sehen, Klopfen, Berühren, Abhören

+ nach Punkt 9 mögen Sie sich fragen:

Was hilft bei Bauchschmerzen?

Sie werden jetzt schon wissen, dass diese Frage nicht einfach zu beantworten ist.

Man muss zuerst herausfinden, was die Ursache der Beschwerden ist. Darauf aufbauend wird dann die richtige Therapie vorgeschrieben.

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Interessante Quellen

Der Zweck des Portals und der Inhalte besteht nicht darin, eine professionelle Prüfung zu ersetzen. Der Inhalt dient nur zu Informations- und unverbindlichen Zwecken, nicht beratend. Bei gesundheitlichen Problemen empfehlen wir, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, einen Arzt oder Apotheker aufzusuchen oder sich mit ihm in Verbindung zu setzen.